Wer die große Welt des deutschen Rieslings verstehen will, kommt an einem Ort nicht vorbei: Ayl an der Saar. Und dort, inmitten steiler Schieferhänge, liegt das Weingut Peter Lauer – seit über 180 Jahren in Familienhand, seit fünf Generationen dem Riesling verschrieben.

Florain Lauer sitzt auf der Mauer mit Blck auf die Saar. Foto: Peter Lauer
Florain Lauer sitzt auf der Mauer mit Blck auf die Saar. Foto: Peter Lauer

Die Wurzeln des Weinguts reichen bis ins Jahr 1830 zurück, als Ur-Ur-Großvater Matthias den Grundstein legte. Zu jener Zeit besaß der Saarwein einen fast mythischen Ruf – eine gute Flasche kostete mehr als ein Monatslohn und war teurer als manch edler Tropfen aus dem Bordelais oder Burgund. Die älteste Lagenklassifikation der Welt von 1832 dokumentiert die damalige Bedeutung dieser Region. Dieses Erbe trägt das Weingut Peter Lauer mit großem Bewusstsein weiter und setzen dabei auf handgelesene, vegane sowie nachhaltige Rieslingweine, Sekte und Crémants.

Das Herzstück des Weinguts sind seine Lagen mit ungefähr 13 Hektar Rebfläche und ausschließlich Riesling: Die berühmte „Ayler Kupp“, der „Feilser“ direkt am Fluss, der steil abfallende „Schonfels“ und die zuletzt neu bepflanzte Monopollage „Lambertskirch“– allesamt echte Steillagen, keine sanften Hügel. Bis zu 350 Meter über dem Meeresspiegel wachsen die Reben, tief verwurzelt im Schiefer, der Wärme speichert und ein einzigartiges Mikroklima schafft. Die blau-grauen Steinplättchen an der Oberfläche halten die Sonnenwärme, während kühle Winde und große Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht die aromatische Tiefe des Rieslings formen.

Geerntet wird ausschließlich per Hand – Mitte bis Ende Oktober, manchmal bis in den November hinein. Diese lange Reifezeit ist kein Zufall, sondern Überzeugung: Sie bringt den aromatischsten, dichtesten Wein hervor, den es nur hier geben kann.

Auch im Keller regiert das Handwerk. Alle Weine werden spontan vergoren – mit wilden Hefen aus Weinberg und Kellergewölbe, ohne gentechnisch veränderte Zuchthefen. Jedes Fass ist ein Individuum mit seiner eigenen Mikroflora, die sich von Jahrgang zu Jahrgang fortsetzt. Nach Großvaters Sitte trägt jeder Wein seine Fassnummer – die Hausnummer im Kellergewölbe.

Auf Schönungsmittel tierischer Herkunft wird ebenso verzichtet wie auf Herbizide oder Insektizide im Weinberg. Stattdessen: organische Dünger aus benachbarten Stallungen und keine schweren Maschinen, die den Boden verdichten und den Lebensraum verarmen.

Ein Weingut, das Geschichte atmet und gleichzeitig nach vorne schaut und hervorragende Saarweine produziert. Von trockenen Ortsweinen und Großen Gewächsen bis hin zu fruchtsüßen Spät- und Auslesen, sowie Sekte und Crémants. Genau das macht Peter Lauer zu unserem Winzer des Monats Juni.

Auch in diesem Monat haben Sie die Möglichkeit am  20.06.2026 die Weine von Peter Lauer bei einer offenen Verkostung im „Weinhaus Trier“ persönlich kennenzulernen.

Zusätzlich finden Sie Weine von unserem „Winzer des Monats“ auf unsere offenen Weinkarte.